Beispiel KLIMAKLASSE c - Prüfung

Prüfverfahren nach ÖNORM EN 1121; Klassifizierung nach ÖNORM EN 12219

Prüfablauf nach EN 1121:2000:

  1. Konditionierung: Türen werden eine Woche bei 23°C, 50% Luftfeuchte gelagert (insbesonders für HOLZ-Türen)
  2. Messung der Bedienungs- und Schließkräfte der Beschläge und Zylinder (Hand- und Fingerbetätigung) vor der Prüfung
  3. Feststellen der Maßabweichungen vor der Prüfung: Längs-, Querkrümmung und Verwindung des Türblattes wird gemessen
  4. Klimaprüfung c: Klima wird aufgebaut (innen 23°C, 30% Luftfeuchte; außen 3°C, 85% Luftfeuchte): Messung 2-3 Wochen Die Prüfung wird beendet, wenn die an zwei aufeinander folgenden Tagen gemessene Differenz der Verformung weniger als 0,1 mm beträgt.
  5. Ermittlung der Bedienkräfte nach der Prüfung
  6. Feststellen der Maßabweichungen nach der Prüfung und Klassifizierung der Tür

Verwindung max. 4 mm
Längskrümmung max. 4 mm (der kritischste Wert!)
Querkrümmung max. 2 mm

Auswirkung der Klimabelastung:

Zu Beginn der Prüfung verformt sich das Türblatt am raschesten (exponentielle Abnahme). Das Türblatt verformt sich umso stärker je dünner das Türblatt und je schmäler der Türblattrahmen (Hartholz) ist. Für die Feuchtigkeit ausschlaggebend ist auch die eingebaute Dampfsperre (Alufolie) innen und außen am Türblatt.